Die HIPEC ist Teil einer umfassenden onkologischen Behandlung mit vielversprechenden Ergebnissen. Besonders bei Patienten mit Tumorerkrankungen im fortgeschrittenen Stadium kann eine HIPEC-Behandlung die Lebensdauer signifikant verlängern und die Lebensqualität erheblich steigern.
Der Erfolg der HIPEC-Therapie kann nicht pauschal bestimmt werden und ist von Fall zu Fall verschieden. So ist deren Wirksamkeit u.a. abhängig vom Krebsleiden/der Aggressivität der Krebsart, der Menge und Ausbreitung der Tumormasse/dem Umfang des chirurgischen Eingriffes sowie von der Menge und Größe der nach dem chirurgischen Eingriff im Abdomen verbliebenen Tumormasse. Nicht zuletzt spielt die physische Konstitution des Patienten eine wichtige Rolle.
Die folgende Grafik veranschaulicht die Ergebnisse einer Studie am Netherlands Cancer Institute. Im Rahmen der Studie wurden 49 Krebspatienten einem zytoreduktiven Eingriff mit anschließender HIPEC-Therapie unterzogen. Die Kontrollgruppe, bestehend aus 44 Krebspatienten, wurde mit einer herkömmlichen systemischen Chemotherapie behandelt. Nur wenige Monate nach der Behandlung ist die Überlebenschance in beiden Gruppen ungefähr gleich. Es zeigt sich jedoch, dass das Langzeitüberleben von HIPEC-Patienten deutlich über dem der Patienten liegt, die eine systemische Chemotherapie (Kontrollgruppe) erfahren haben.
Quelle: Verwaal et al, J Clin Oncol. 2003 Oct 15;21(20):3737-43.